Die besten Reifen für die härteste Prüfung der Welt: Gemeinsam mit Partner Volkwagen Motorsport feiert Reifenhersteller BFGoodrich einen Dreifacherfolg bei der Dakar 2010.
Aus Sicht der Rennreifen bedeutet dies aber auch: Selten wurden sie so stark beansprucht wie bei der diesjährigen Dakar. Bei ihrem Kampf um Sekunden konnten Sainz und Al-Attiyah auf fußballgroße Steine, spitze Felskanten, tiefe Schlaglöcher oder große Sprungkuppen wenig Rücksicht nehmen. Wenn möglich, verzichteten die Top-Fahrer beim Übergang von steinigen Pisten in die Dünen sogar auf die sonst übliche Anpassung des Reifendrucks, um die entscheidenden Sekunden zu sparen. Hintergrund: Bei den Allrad-Prototypen von VW, BMW und Mitsubishi muss die Anpassung des Luftdrucks manuell erfolgen – automatische Systeme sind für sie verboten. |
Bei solchen Bedingungen kommt der Vielseitigkeit und der Belastbarkeit der Pneus eine große Bedeutung zu – genau darin liegt die Trumpfkarte des neuen BFGoodrich All-Terrain+. Die Neuentwicklung aus Clermont Ferrand funktioniert in einem breiteren Luftdruckbereich optimal und ersparte Sainz, Al-Attiyah und Co. ein ums andere Mal die zeitraubende Luftdruckanpassung auf der Wertungsprüfung. Zudem ist der neue Offroad-Pneu nicht nur robuster als sein Vorgänger, er überzeugt auf jedem Fahrbahnbelag auch mit einer deutlich verbesserten Bremsleistung und ermöglicht höhere Kurvengeschwindigkeiten. Die drei Top-Teams Volkswagen Motorsport, X-Raid-BMW sowie die neue Mitsubishi-Mannschaft JMB Stradale setzten allesamt auf den neuen All-Terrain+ – und fuhren damit außerordentlich erfolgreich. BFGoodrich und seine Partner holten die ersten sieben Plätze in der Gesamtwertung sowie 13 von 14 Etappensiegen. Sieben Tageserfolge gingen auf das Konto der Volkswagen Race Touareg, sechs Mal überquerte einer der BMW X3 CC als erster die Ziellinie. In der Gesamtwertung setzten sich schließlich die zuverlässigeren VW-Diesel-Prototypen durch, die mit Sainz, Al-Attiyah und Mark Miller die Positionen eins bis drei belegten. „Ich bin sehr, sehr glücklich“, strahlte Dakar-Sieger Sainz im Ziel. „Die Route war dieses Jahr hart, vielseitig und sehr anspruchsvoll. Die Dakar hat besonders die Reifen stark beansprucht. Ich musste bis zum letzten Kilometer Vollgas geben, um meinen ersten Dakar-Erfolg überhaupt einzufahren.“ |
Hinter dem Volkswagen-Trio erreichten mit Stéphane Peterhansel und Guerlain Chicherit zwei X-Raid-BMW auf Platz vier und fünf das Ziel. Peterhansel verbuchte vier Bestzeiten und hätte die Volkswagen-Fraktion gefährden können, doch ein technisches Problem auf der fünften Etappe kostete ihn zwei Stunden. Gerade in dieser Situation wusste der Franzose die Qualität seiner Reifen zu schätzen: „Der neue BFGoodrich All-Terrain+ ist ein wirklich robustes Produkt“, lobt Peterhansel, der die Dakar sechs Mal auf einem Motorrad und drei Mal mit einem Auto gewonnen hat. „Nach den Problemen an der Kraftübertragung musste ich etwa 350 Kilometer mit Zweiradantrieb fahren. Die Reifen haben selbst diese Tortur bis zum Ende ausgehalten.“ Ebenso zufrieden wie die Piloten zeigte sich BFGoodrich-Techniker Dominique Bravy über das Debüt des neuen Offroad-Reifens. „Die Dakar 2010 enthielt einige neue Prüfungen, die sich als sehr hart herausstellten. In Anbetracht des schwierigen Terrains und des großartigen Kampfes um den ersten Platz dürfen wir getrost sagen, dass der BFGoodrich All-Terrain+ die Veranstaltung mit Bravour bestanden hat. Das Endergebnis und die Tatsache, dass die besten sieben Teams allesamt auf BFGoodrich fuhren, sind ein klarer Beweis dafür.“ Mit ihrem zehnten Sieg beim Wüstenklassiker untermauert die amerikanische Reifenmarke ihre ungebrochene Vormachtstellung im Offroad-Rallyesport. Seit 2002 ist BFGoodrich bei der härtesten Rallye der Welt ungeschlagen. Die Produkte des Herstellers haben sich aber nicht nur bei den Allrad-Prototypen zu wahren Erfolgsgaranten entwickelt. Auch in den kleineren Klassen geben BFGoodrich Partner Jahr für Jahr den Ton an. In der seriennahen Klasse T2 beispielsweise siegte dieses Jahr Jun Mitsuhashi auf einem Toyota VDJ200 mit BFGoodrich Mud Terrain KM2 Reifen. Zudem setzten die beiden besten Teams der Buggy-Wertung auf die Produkte aus Clermont Ferrand. In der Klasse T1.3 verpasste Matthias Kahle (Fast&Speed-Buggy) seine Titelverteidigung durch technische Probleme und holte am Ende Platz zwei hinter Bernard Errandonea (SMG-Buggy). |
| 1. | Sainz/Cruz | VW Race Touareg 2 | BFG | 47.10,00 | Std. | |||||
| 2. | Al-Attiyah/Gottschalk | VW Race Touareg 2 | BFG | 2,12 | min. zurück | |||||
| 3. | Miller/Pitchford | VW Race Touareg 2 | BFG | 32,51 | min. zurück | |||||
| 4. | Peterhansel/Cottret | BMW X3 CC | BFG | 2.17,21 | h. zurück | |||||
| 5. | Chicherit/Thoerner | BMW X3 CC | BFG | 4.02,49 | h. zurück | |||||
| 6. | Sousa/Baumel | Mitsubishi Racing Lancer | BFG | 4.31,45 | h. zurück | |||||
| 7. | de Villiers/von Zitzewitz | VW Race Touareg 2 | BFG | 5.10,19 | h. zurück | |||||
| 8. | Gordon/Grider | Hummer H3 | BFG | 47.10,00 | h. zurück | |||||
| 9. | Terranova/Maimon | Mitsubishi Racing Lancer | 6.04,47 | h. zurück | ||||||
| 10. | Spinelli/Palmeiro | Mitsubishi Racing Lancer | BFG | 6.13,41 | h. zurück |
| Jahr | Fahrer | Marke | Reifen | |||
| 1999 | Jean-Louis Schlesser / Philippe Monnet | Schlesser Buggy | BFGoodrich | |||
| 2000 | Jean-Louis Schlesser / Henri Magne | Schlesser Buggy | BFGoodrich | |||
| 2002 | Hiroshi Masuoka / Pascal Maimon | Mitsubishi | BFGoodrich | |||
| 2003 | Hiroshi Masuoka / Andreas Schulz | Mitsubishi | BFGoodrich | |||
| 2004 | Stéphane Peterhansel / Jean-Paul Cottret | Mitsubishi | BFGoodrich | |||
| 2005 | Stéphane Peterhansel / Jean-Paul Cottret | Mitsubishi | BFGoodrich | |||
| 2006 | Luc Alphand / Gilles Picard | Mitsubishi | BFGoodrich | |||
| 2007 | Stéphane Peterhansel / Jean-Paul Cottret | Mitsubishi | BFGoodrich | |||
| 2009 | Giniel de Villiers / Dirk von Zitzewitz | Volkswagen | BFGoodrich | |||
| 2010 | Carlos Sainz / Lucas Cruz | Volkswagen | BFGoodrich |